Mirrored

Vielleicht sind die Menschen um uns doch ein Spiegel unserer selbst.

Nicht nur vielleicht, sondern sehr wahrscheinlich. Seit ein paar Tagen war ich skeptisch, ich wusste nicht wieso, und ich habe es von mir her geschoben. Ich habe gedacht er wäre es, der Angst hat, der vielleicht genervt ist, dass ich nicht anders kann, als ständig nach seiner Hand zu greifen oder über seinen Arm zu streichen. Mein Kopf hat angefangen zu rotieren, sich Geschichten ausgedacht und eben, konnte ich nicht mehr anders, als es anzusprechen. Zu sagen, dass ich manchmal Angst habe, das plötzlich alles endet. Dass ich manchmal Angst vor meinen eigenen Gefühlen hatte.

Ich hatte schon lange nicht mehr so Schiss, mein Kopf hat gepuckert und ich wollte die Antwort fast nicht hören. Danke lieber Kopf, dass du mir immer wieder so viel Angst machen kannst.

Wir haben darüber geredet und ich habe gemerkt, dass mir noch viel mehr auf dem Herzen liegt. Dass ich ihm sagen wollte, wie sehr ich ihn mag, dass ich seit ein paar Monaten anders über Liebe denke, dass ich nicht glaube, es gibt nur eine große Liebe und das sexuelle Anziehung und Liebe nicht mehr Hand in Hand gehen. Und dann hat er es endlich gesagt. Manchmal hat er Angst davor, dass ich mehr wollte. Plötzlich wurde mir klar, dass all meine Gedanken, meine Selbstgespräche sich genau darum gedreht hatten: ICH hatte ANGST. Ich hatte Angst davor, mehr für ihn zu empfinden. Es war meine Angst, die er die ganze Zeit widergespiegelt hat. Mein Chaos im Kopf, weil ich vielleicht doch ein weniger schlechter damit umgehen konnte, dass ein Mann mir so viel Aufmerksamkeit schenkt, als ich es zu geben wollte.

Jetzt weiß ich, dass es Blödsinn war. Natürlich liebe ich ihn. Auf eine undefinierbare Weise. Und Gott verdammt, ich liebe es auch ihn in den Arm zu nehmen. Und alles andere ist egal. Ich kann nicht sagen, was ich morgen fühlen werden, aber ich weiß, dass ich keine Angst davor haben muss, denn egal was es ist, wenn es passiert, dann passiert es, aber ich kann es mir gut und gerne sparen, mir schon vorher selber den Kopf zu verdrehen und mich zu fragen was und wie und wo das alles hinführen soll.
7.7.11 02:21


xoxo

Ich bin begeistert. Gerührt. Ich habe Gänsehaut. Ich bade mich in Caspers Melancholie. Ich tanze durch mein Zimmer. Mut. Hass. Einsamkeit. Hoffnung. Voller Erwartung aufs Konzert. Tränen im Augen Winkel. Herzrasen. Luftanhalten.


Casper - So Perfekt von FourMusic
9.7.11 01:26


Kuntergraudunkelbunt

Trotz Freshsarahschn Erkenntnis, dass man nicht immer alles verstehen muss und erst Recht nicht seine eigenen Gedanken, kann ich meinen Kopf manchmal nur schwer abschalten.

Zwar bin ich in der Lage Momente einfach nur zu genießen, trotzdem dreht sich mein Kopf danach drei mal um sich selbst. Auf ein mal sprechen alle um mich herum davon was man nach dem Studium macht, davon in die weite Welt zu ziehen, aber ich will im Moment beim besten Willen meinen Anker einfach nicht einziehen. Ich finde grade alles so angenehm und gut, dass ich keine Sekunde an Zukunft denken will. Trotzdem holt mich der Gedanken immer wieder ein. 

Ich rede immer von Veränderung und plötzlich schnürrt es mir das Herz zu, wenn ich daran denke, das sich unsere Wege irgendwann endgültig trennen könnten. Mein Kopf steckt grade so weit in dem tiefen Nebel der Zukunft, dass sich eine Art Torschlußpanik, ein Gefühl von "Jetzt ist bald alles vorbei" einstellt. Dabei ist doch Sommer, wir haben so wenig zu tun, und ich will nichts anderes als jede Sekunde zu genießen. Ich wünsche mir, alles noch intensiver zu erleben ohne den grauen Schleier, ohne den Kopf voll zu haben mit diesem und jenem.

 

16.7.11 01:24


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Blog eima Traumwelt Früher Liebe Grüße