Ich würde gerne mal wissen, was ich vor 6 Jahren dachte, wo ich stehen würde, wenn ich 22 werden.
So wie ich mich kenne, war meine kleine romantische Traumwolke sehr rosa und meine Vorstellung sah höchstwahrscheinlich komplett anders aus als meine Realität. Große Liebe, Journalismus Studium, zuhause ausgezogen und vielleicht ja neben her schon Best-Seller Autorin.

Und wie sieht meine Realität aus? Ich weiß es nicht. Je nachdem von welchem Blickwinkel ich sie beobachte schillert sie in den verschiedensten Farben.

Dauer Single, keine Zukunftsperspektive, ewiges Mamakind und immer noch unzufrieden.

Das wäre ein Blickwinkel. Einer in den ich mich gerne mal reinziehen lassen, den ich aber eigentlich nicht gerne annehme. Nicht weil er mich nicht gefällt, sondern weil er nicht zu mir passt, weil ich tief in meinem Herzen weiß, dass das alles nicht stimmt, oder nur so weit stimmt, wie ich es selber zulasse.

Männerverständnis wie eine 14-Jährige, einen Kopf voller bunter Fäden und Ideen, ein wenig zu doll klammernd an dem, was ich kenne aber eigentlich sehr glücklich. 

Gefällt mir schon besser. Denn eigentlich weiß ich ja, dass nichts scheiße ist, dass das meiste sogar richtig gut grad ist. Und trotzdem beschleicht mich dann und wann und besonders wenn es auf meinen Geburtstag zu geht dieses unbeschreibliche Verzweiflung mir selber nicht gerecht zu werden...
4.8.11 21:23


Creeping Death

Jetzt bin ich also 22. Die letzten paar Tage sind im Geburtstagrausch vorbei gegangen. Gestern war die große Party, die zum Glück größtens Teils vom Regen vorschont bliebt. Mein Bruder hat mit seiner Band gespielt, es gab 96 Dosen Bier, Bratwurst und den besten Kuchen ever! Ich bin so zufrieden mit dem Abend und hatte bis auf kleine Momente echt viel Spaß.

Heute morgen las der Garten in Trümmern und es hat den ganzen Tag geregnet...aber es hat sich gelohnt.

Zurück geblieben ist die Erkenntnis, dass ich die besten Freunde der Welt habe, meine Familie einfach wundervoll ist und ich meinen kleinen Bruder liebe. Bei so viel Glück bleibt nur ein klitze kleines Nagen in der Brust, nur ein bisschen Platz für Zweifel. Warum zerstören sich manche Menschen auf eine so grausame Art und Weise selber?  Wann macht sie endlich die Augen auf und sieht, dass sie kein Arschloch an ihrer Seite braucht, weil sie selber eigentlich vollkommen ist? Und wie lange dauert es, bis der kleine Stich im Herz und die fießen Kommentare im Kopf aufhören, wenn man ließt, dass jemand anders sich mal wieder in fremden Betten vergnügt hat?

14.8.11 15:49


Blog eima Traumwelt Früher Liebe Grüße