Honey we came to dance with the girls with the stars in their eyes.

Vielleicht stumpft man ja im dritten Jahr in Folge schneller ab, aber nachdem ich durch die ersten Staubwolken gegangen war, der Ausfluß meiner Nase und mein Auto innerhalb von 5 Minuten in neuer Farbe [Braun] erstrahlten, war es mir schon fast egal, dass dieser Dreck sich nun bis Montag Nachmittag nicht mehr richtig aus meinem Leben entfernen lassen würde. Wäre ja auch irgendwie schade, ein Hurricane ohne Dreck. Das ist ungefährt so unvorstellbar wie ein Hurricane ohne Dosenbier, 5-Minuten Terinen, 5Kg Müll pro Person oder ohne Regen.

Auch 2010 sollte ein gutes Jahr für ein Festival sein, fremdgesteuert suchten wir Parkplatz 1 auf, der mir dieses Jahr noch gute 100km weiter weg vorkam als in 2008 und schleppten unseren Kram über einen schon ziemlich überfüllten Acker. Aus allen Ecken drang Grillgeruch, übersteuerte Musik und viele Lieder in denen die Worte: Fotze, Ale oder Schland drin vorkamen. Anna und ich betätigten uns als große Zeltaufbauerinnen und überließen dem Rest das Tragen, irgendwie schafften wir es unsere überdemensionalen Zelte zwischen Camp Alte-Leute-sind-betrunken zu unserer Rechten und Minderjährige-sind-betrunken zu unserer Linken zu quetschen. Wie sich nachts herrausstellen, teilten Camp Rechts und Link eine Liebe fürs Sauerland und besangen eben dieses noch diverse weitere male im Laufe des Wochenenndes.

[Achtung, versteckte Links in den Bands, die führen zu guten oder auch schlechten Videos, je nachdem was zu finden war, der Auftritte]

Freitag. Mein Herz geht auf

Nach den Schokobrötchen, dem Kakao und dem Kaffe gabs einfach mal nen Liter Sangria und ein paar Dosen Bier, ich hoffe so, das anstehende Deutschland spiel zu überleben, da ich nicht alleine im Zelt hocken bleiben wollte. Noch bevor das Festival Geländer eröffnet wurde, war ich aber schon wieder zurück im Zelt. Der Himmel weiter, weil Deutschland so schlecht spielte und Poldi den 11Meter verkackte.  Ich machte es mir mit einem Buch und einem Kartoffelbrei gemütlich, Regen konnte ich mir auch noch später antun.

Der musikalische Teil des Tages began also mit Biffy Clyro . Noch nie zu vor hatte ich ein Lied von den Guten gehört, desto überraschter war ich davon, dass sie im Prinzip ganz gut waren.  Weiter gings vor der Blue Stage mit Jennifer Rostock , die, ich muss dem netten Herren vom Eingang (der mit dem verrücktem Spielplan) Recht geben, leider manchmal etwas schlechte Ansagen machen. Ansonsten aber mit Arsch,Titten & Outfit überzeugt haben. Und natürlich mit ihrer Musik. Und dann der erste, wirklich heiß ersehnte Auftritt. Enter Shikari. Meine erste Begegnung mit elektronischem Hardcore. (Jetzt kommt ein Satz da wird mindestens eine Person aus vollem Herzen lachen) Ich mag es, wie der der kleine Mann wie ein Wilder über die Bühne springt und schreit, als wenn er gleich Blut spucken müsste. Gott war es gut. So laut und dreckig. So wild, mit einem Bass der mir die Kehle zugedrückt hat. Aber bevor ich schon hier ins Schwärmen geraten. Weiter mit Shout Out Louds (ich muss e zitieren) "Die Band, deren Name nicht Programm ist" [Zitat Änna], Wir standen ungefähr da, wo es auf dem Video zu sehen ist. Gruselig. Es war gut, leider waren mir die Lieder unbekannter, als ich es erwartet hatte. Da kann man eigentlich nur noch zu sagen: "Sehr, sehr gut. Hol ihn raus Meister!". Ausgeklungen ist der Tag mit den gloreichen, wundervollen, extrem gutgelauten und einfach viel zu langen nicht da gewesenen Beatsteaks . Damn it. Ist dieser Mann schön. Ist dieser Band gut. Auch wenn wir weiter hinten standen, konnte ich kaum an mich halten und hüpfen, tanzte, sang, oder in meinem Fall schrie, was das Zeug hielt. (Was ist das eigentlich für ein Spruch?) i've been staring at the clock waiting to be part of the magic. IT WAS MAGIC! .

 

(Neeeein. Jetzt ist hier die ganze scheiße abgekackt und hatte seit genau hier nicht mehr gespeichert. Kacke. Toll mein Samstag war doch schon fast erzählt.)

Samstag. Ja ich warte. Und ich warte...

Stehen und warten, warten und stehen. Klo, Dusche, Bonarparte.  Angefangen hat es allerdings mit We are Scientists die mich mit ihrem Evergreen "Nobody move, Nobody Get Hurt" in melancholische Stimmungs versetzten. Danach waren wir bereit Florence and the Machine zu empfangen. Wie eine Wettergötting, stark und schön, stand sie im eiskalten Wind. Ihr strahlend blaues Kleid wehte um ihre nackten Beine und Füße. Die Energie war genauso unbeschreiblich wie der Bass, der noch durchdringender war, als am Tag zuvor. Ich war wirklich überwältigt und wenn ich daran zurück denke, bin ich es immer noch. Es war definitiv eine der schönsten Stunden des gesamten Wochenendes. Irgendwie verbrachte ich die nächsten Stunden mit Essen, Geld ausgeben, Marina & the Diamonds , chillen zu Jack Johnson , witzigen Fotos, einem schweren Lachanfall, vielen Zigaretten und einem Mützendiebstahl. Nach der schweren Entscheidung zwischen Frittenbude und Bonaparte entschied ich mich für letztere und machte mich gute 40 Minuten vor Beginn mit Anna und Daniel zum Zelt auf. Doch wir müssten schnell feststellen, das die Red Stage schon voll war, das niemand mehr in dieses beschissene Zelt kam und all unsere Versuche erfolglos damit endeten 5 Meter vorm Ziel zwischen 1000 anderen Menschen eingequetscht und gefangen das Konzert von außen mit anhören zu müssen. Jule und Sarah erging es bei Frittenbude anscheinend nicht anders. Und allgemein schien um diese Uhrzeit eine Stimmung zu herrschen die Massenpanik und Randale hevorriefen. Schnell hatte man aus dem Theater bei Frittenbude gelernt, die mussten nämlich nach 3 Lieder abbrechen, weil die White Stage (eben falls ein beschissenes Zelt) so überfüllt war, das Menschen klaustrophobische zusammebrachen. Die Security wurde bei uns aufgefüllt und Bonaparte konnte bis auf eine kurze Unterbrechung ihr Konzert durchziehen. Allerdings konnten nur Gefühlte 20% das mit erleben, da der Rest leider draußen stand. An dieser Stelle muss noch mal gesagt werden, wie unglaublich unlogisch die Aufteilung der Bühnen dieses Jahr manchmal war. Die Zelte wurde eingerannt und vor den riesen Bühnen war es verhältnismäßig leer... Ein bisschen frustiert endete der Tag mit The XX , die einen überraschend schönen Auftritt hinlegten und einem danach würdevollen Gig von Billy Talent . Diese schauten wir uns vom Hügel, vor dem alle pissten, an und genossen das Gefühl wieder 17 zu sein

Sonntag. Smack my what? oder "The Power of Love!"

So langsam merkte man den Schmerz in den Füßen, im Rücken und das immer weicher werdenen Gehirn. Als Does it offend you, yeah? anfingen, schien zum ersten Mal seit Donnerstag de Sonne so lange, dass es sich lohnte alle Schichten abzulegen und nur im T-Shirt da zu stehen.  Aber nicht nur die Sonne sondern auch die Band konnte mich an diesem beschaulichem Sonntagmorgen begeistern. Deffinitiv ein neuer Punkt auf meiner CD Wish List. Da sich dach so ziemlich alles überschnitt, was sich nur überschneiden konnte, entscheid ich mich für den einfachen weg. Erst Horse the Band (ich finde kein Live Video vom Hurricane, also gibts nen freaky video clip) und dann Gaslight. Irgendwie konnte ich Sarah und Jule übereden mit mir in Red Stage Zelt zu kommen, obwohl mir schon vorher klar war, dass sie es vermutlich nach nicht mal einem Lied wieder verlassen würden. (So erging es noch einigen anderen). Ich fand schweine geil. Ich wenn ich dank viel  zu voller Tasche und viel zu wenig Energie lieber hinten stehen geblieben bin. Danach machte ich mir zu einem weiterem heiß ersehntem Highlight auf den Weg. Und erfreulicher Weise führte mich dieser Weg direkt in die sagen wir mal 2te Reihe vor die Green Stage. Ich konnte meine Lieblings Rocknroller / Cowboys / Jukeboxromeos von ganz vorne bewundern. Was für eine Whiskey getränkte Stimme (ich bilde mir gerne ein, dass es Whiskey ist). Und dieses Lächeln *____* wenn Sarah ihn nicht schon heiraten würde, würde ich es tun. Mist! Gaslight Anthem sind schon echte Helden und stehen ziemlich weit oben auf der Lieblingsband Liste. Wieder etwas weiter hinten, aber vor der selben Bühne, wollten wir uns auf unser Trinkpäcken Wodka vorbeireiten und knabberten Salzbrezeln, als plötzlich ein paar Tropfen einsetzten. Noch flachsen wir rumund waren zu faul uns unsere Capes über zuziehen, hatte es doch an diesem Wochenende schon so einige Tropfen gegeben, die nichts als Angst, aber keinen echten Regen brachten. Blöd nur, das passend zum Anfang von Vampire Weekend ein Platzregen losbrach, wie ich ihn lange nicht gesehen hab. Ich konnte weder so schnell reagieren noch irgendetwas tun, mein Cape war rutzbutz durchgeweicht, meine Schuhe nun endgültig nicht mehr rot sondern braun und das ganze Gelände in eine Schlammpfütze verwandelt. Angeheitert von den gut gelaunten Vampire Weekend, die trotz dem Wetter alle zum tanzen brachten, suchten wir uns unsere Plätze bei Deichkind und exten die 50:50 Wodka Cola Mischung 5 Minuten vor Konzert Anfang. Angeheitert und ein wenig duselig, ging alles plötzlich wahnsinnig schnell. 10000 Hüpfende Menschen, ein Circle Pit nach dem anderen, die ständige Angst, dass ich meine Tasche verlieren könnte, ein Party Krache nach dem anderen. Deichkind rocken. Sie tun es und werden es immer wieder tun. Es ist einfach der größte Spaß sich dabei völlig gehen zu lassen. Um die gute Stimmung nich einreiße zu lassen wurde in der EIN STÜNDIGEN UMBAUPAUSE jede Menge Elektro gespielt. Als The Prodigy dann endlich anfingen, war meine Blase gefährtlih voll und ich hatte die ein wenig Angst das ich nicht mehr an ich halten könnte. Ich überstand den Gig allerdings trocken. Auch Prodigy waren extremer hardcore scheiße. Meine Energie war echt am Ende trotzdem tanze und sprang ich weiter so gut ich konnte, weil es einfach verdammt kränk war.

 

Danach schleppten wir unsere geschudenen Körper "nach hause", schliefen eine letzte, laute und sehr, sehr kalte Nacht auf den labrigens Luftmatratzen und schafften es am Montagmittag so gegen halb 1 Scheeßel hinter uns zu lassen. Das schon ziemlich leere Camping gelänge sah aus wie nach einem Krieg oder einer extremen Naturkatastrophe. Wer den Müll sehen will, klickt nur für ein letztes Video genau hier, auch wenns wackel, man bekommt einen ungefähren Eindruck vom Chaos!

Fazit?

Wie immer. Hat sich gelohnt. Ich würde es immer und immer und immer wieder tun! Bäm!

 

22.6.10 22:11
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


jule (23.6.10 11:24)
rutzbutz? xD meintest du ratzfatz? :D

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Blog eima Traumwelt Früher Liebe Grüße