Die Ärzte - Mach die Augen zu

Wieder stehe ich vor deiner Tür, ich wollte das gar nicht, ich wollte da nicht wieder hin, nie wieder wollte ich zu dir, eigentlich.
Nun bin ich aber da, langsam bewegt sich meine Hand auf die Klingel zu, ich tippe sie ganz langsam an.
Du öffnest die Tür, schaust mich fragend an.
„Hey...“, sage ich schüchtern und trete in den Flur.
„Hey.“, erwiderst du.
Du weißt genau was ich will.

mach die Augen zu und küss mich
und dann sag, dass du mich liebst
ich weiss genau, es ist nicht wahr, doch spüre keine Unterschied
wenn du dich mir hingiebst


Ich schleiche hinter dir ins Zimmer, du hast deine verwaschende Jeans an, die mit den Löchern, deine schwarzen Haare stehen ein bisschen vom Kopf ab, deine blauen Augen leuchten, wie immer, ganz hell und freundlich.
Fast mitleidig schaust du mich an.
„Hey Kleine, warum tust du dir das an?“
Warum tue ich mir das an?
Warum tust du mir das an, ist vielleicht die richtige Fragen, denn egal wie oft ich zu dir komme, du schickst mich nie weg, schaust mich immer nur mitleidig an und dann tust du es wieder.

mach die Augen zu und küss mich
mach mir ruhig etwas vor
ich vergesse was passiert ist und ich hoffe und ich träume
ich hätt dich noch nicht verlorn


Langsam gehe ich auf die zu, setzte mich auf deinen Schoss, ich lehne meinen Kopf an deine Brust, der schwarze Stoff von deinem T-Shirt fühlt sich warm an.
Ich höre dein Herz schlagen, und ich weiß genau nur noch ein paar Minuten, dann wirst du dich mir hingeben, wie jedes mal.

es ist mir total egal, ob du wirklich etwas fühlst
tu was du willst


Deine Hände wandern über meinen Rücken, langsam malen sie meine Wirbelsäule nach, dann streichen sie durch meinen Nacken.
Ich schließe meine Augen, will nicht mehr sehen, nur noch fühlen.
Mit der anderen Hand hebst du mein Kinn an, ich spüre deine Lippen auf meinen, sie sind rau aber schmecken wunderbar nach dir.
Ich habe diesen Geschmack schon immer geliebt.
Langsam ziehst du mir das T-Shirt aus.

mach die Augen zu und küss mich
ist es auch das letzte Mal
lass uns den Moment des Abschieds noch verzögern
lass mich jetzt noch nicht allein mit meiner Qual

Es ist wie immer, alles ist so wie früher.
Aber an früher denke ich jetzt nicht mehr, nur noch an jetzt, denn jetzt liege ich in deinen Armen, jetzt küsst du mich, jetzt gehörst du mir alleine und ich dir allein.
Langsam lasse ich mich nach hinten fallen, deine Hände streicheln meinen Bauch, meinen Brust, ich bekomme einen Gänsehaut.
Ich wuschele durch deine Haare, küsse deinen Hals, knabbere an deinem Ohr.
Du bist so zärtlich, wie immer, nicht fordernd auch nicht besonders leidenschaftlich, aber liebt und sanft wie immer.

mach die Augen zu und küss mich
mach mir ruhig etwas vor
wenn du willst kannst du dann gehn, aber denk dran
ohne dich - ohne dich bin ich verloren


Ich will dich spüren, ganz.
Langsam öffne ich deine Hose, drücke mich an dich.
Ein leise Stöhnen dringt an mein Ohr.
Ich schlinge meine Beine um deine Hüften, will dich nie wieder hergeben.
Ich will dieses Gefühl für immer behalten, für immer in mir waren.
Ich ergebe mich dir, du ergibst dich mir.
Unsere Körper sind wieder eins, wie damals, sie verschmelzen. Ich weiß du machst mir nur etwas vor, dieses Gefühl des Eins seien ist nur eine Illusion, aber ich genieße es.

es ist mir total egal, ob du nur noch mit mir spielst
tu was du willst


Dann ist es vorbei, ich küsse dich noch einmal, du machst deine Augen nicht zu.
Schnell ziehe ich mich an.
Dann gehe ich, verlasse dein Haus ohne ein weiteres Wort.

mach die Augen zu... mach die Augen zu... mach die Augen zu...
und küss mich...
Blog eima Traumwelt Früher Liebe Grüße