<center><strong>Scherben</strong></center>


Ich hasse dich!
Dich und deine Marotten.
Dich und deine Einstellung.
Heiße Tränen laufen mir über das Gesicht, als ich dir das entgegen schreie.
Dein Blick ist kalt.
Deine blauen Augen sind eisig und ohne Gefühl.
Wieso hast du das getan?
Ich schreie, weine und tobe.
Ich schmeiße Kissen und Zeitungen, dann eine CD und schließlich fege ich die Kaffeetassen vom Tisch.
Du rührst dich nicht.
Blinzelst nicht mal, schaust mich nur an und sagst kein Wort.
Ich drehe mich um und renne ins Schlafzimmer, stopfe alle meine Sache in den schwarzen Rucksack.
Dann halte ich kurz inne.
Dein T-Shirt liegt in meiner Hand.
Ich schleudere es gegen den Spiegelschrank, plötzlich erzittere ich unter heftigem schluchzen und lange nach dem T-Shirt, knautsche es zusammen und machte den Rucksack zu.
Ich schlüpfe in meine roten Chucks und ziehe meinen dicken, schwarzen Pulli über.
Zurück in der Küche sitzt du immer noch da.
Du sitzt und dir ist es egal.
Warum ist dir bloß alles egal?
Dieser Blick regt mich auf.
Ich reiße die Kanne hoch und schmeiße sie gegen die Wand, sie trifft das schwarz weiß Bild von mir, der Rahmen wackelt und fällt.
Dann zerbricht er in 1000 Scherben.
Du zuckst nicht einmal zusammen und ich drehe mich weg, kann diese Kälte nicht mehr aushalten.
Als ich an der Tür bin drehe ich mich noch einmal um und schaue dich sehnsüchtig an, deine Hand liegt auf dem Tisch und zittert.
Deine schwarzen Haare liegen platt am Kopf.
Deine Augen sind leer und ausdruckslos.
Ich schlucke und schluchze.
„Ich liebe dich doch…“, sagt du so leise, dass ich es nicht mehr hören kann, denn ich schlage mit voller Wucht die Tür zu.

Blog eima Traumwelt Früher Liebe Grüße