Dirty Magic


„Gehen wir jetzt endlich?“, drängelte er mit heiserer Stimme in ihr Ohr.
Sie lächelte und lehnte ihren Kopf an die Wand.
„Gleich.“, meinte sie und schloss die Augen und lauschte den hämmernden Bässen der Musik.
Es dauerte nur einen kurzen Moment, dann fragte er „Jetzt? Ich bin müde.“, drückte seine Lippen gegen ihren Hals und legte seine Hände auf ihre Hüften, sie seufzte leise und öffnete ihre Augen wieder.
Suchend blickte sie an dem blonden Haarschopf vor sich vorbei und schaute sich nach ihren besten Freundinnen um.
Hin- und her gerissen drückte sie ihn ein Stückchen weg, schon den ganzen Tag hatte sie ein komisches Gefühl im Bauch. „Ich bin gleich wieder da.“
Sie hatte pinke Haare entdeckt und steuerte direkt darauf zu:
„Ich fahr nach hause okay?“, anzügliche Blicke wurden getauscht und sie strecke die Zunge raus. „Bis dann.“
„Viel Spaß!“, schrie man ihr hinterher.
Sie lächelte bloß und schob sich durch die vielen Menschen, die Musik dröhnte in ihren Ohren und sie flüchtete sich zurück in seine Arme und in seine blauen Augen und verdrängte das Gefühl in ihrem Bauch.
„Wir können.“, sie griff nach seiner Hand und zog ihn zum Ausgang, raus in die Nachtluft.
Es war richtig kalt geworden, eine beißende Kälte, die sie zusammenzucken ließ und ihr direkt eine Gänsehaut verschaffte.
„Verdammt, wieso hab ich meine Jacke im Auto gelassen?“, murmelte sie und legte einen Schritt zu, als sie ihr Auto in der Parklücke sah.
Als sie endlich drin saßen, drehte sie die Heizung voll auf und kuschelte sich in ihre wärmende Jacke. Er drückte sich in den Sitz und wärmte seine Hände vor der kleinen Lüftung.
„Eigentlich müsste ich fahren.“, meinte er plötzlich, als sie den Motor anließ.
Sie drehte sich zu ihm und schaute ihn fragend an.
„Na ja, dann könntest du mir in der Zeit einen blasen.“, die Worte kamen voller Überzeugung aus seinem Mund und sie lachte kurz auf.
„Zu viele Pornos?“
Er grinste.
„Weißt du doch.“
Ja, wusste sie, trotzdem verstarb ihr Grinsen plötzlich.

Das Auto verlangsamte sich, sie blinkte rechts und bog in die Einfahrt ein, die Lichter gingen and und sie stoppte recht knappt hinter dem Auto seines Vaters.
„Das waren aber höchstens noch 3 Zentimeter.“, meinte er mit Kennermiene und beugte sich weiter vor um besser sehen zu können.
„Ach komm…halts Maul!“
„Wie nett du doch bist…“
Er beugte sich zu ihr und küsste sie flüchtig, dann stiegen beide aus.


Sein Zimmer war dunkel und nur der Schein, der Straßenlaterne fiel durch die halboffenen Rollläden.
Sie hatten sich überraschend schnell Schlafen gelegt.
Das Ticken der Uhr an seiner Wand störte ihren Einschlaffprozess, während er schon längst regelmäßige Atemzüge von sich gab und in seiner Traumwelt spazieren ging.
Sie starrte weiter auf die hellen Lichtflecken am Teppichboden, der kalte Wind, der von draußen durch das Fenster, welches auf Kippe stand, wehte, fröstelte sie und sie zog die Decke weiter über ihre Schultern.
Ganz nah bei sich spürte sie seine Wärme und seinen Hand, die sich um ihre klammerte. Vorsichtig um ihn nicht zu wecken, drehte sie sich zu ihm um und studierte seine Gesichtszüge.
Er konnte ihr noch so viele Zärtlichkeiten und Sauerrein ins Ohr flüstern, ihr sagen wie sehr er sie brauchte und ihr versichern wie wichtig sie ihm war, sie konnte es nie ganz glauben, auch wenn sie es noch so sehr versuchte.
Nie im Leben, konnte sie sich vorstellen, dass es genau so denken würde wie sie, dass er jemals Angst davon hatte, dass sie ihn nicht mehr so lieben würde, wie sie es von Anfang an getan hatte.
Mit diesen Gedanken im Kopf würde sie niemals schlafen können, also schob sie die Decke von sich und die kalte Nachtluft schlich an ihrem nackten Bein entlang. So still wie möglich, setzte sie sich auf, stieg aus dem Bett und schlich die Treppen runter in die Küche. Dort setzte sie sich auf die Arbeitsplatte und öffnete eine Flasche Sprudel.
Die Flasche gab ein Zischen von sich, dann sprudelte das beißende kalte Wasser ihre Kehle hinab.
Warum hatte sie solche Selbstzweifel? Warum konnte sie es nicht so nehmen wie es war?
Sie zog die Beine an und legte ihren Kopf auf die Knie. Es war doch so schön mit ihm, und trotzdem suchte sie immer wieder nach den negativen Seiten. Ein hohles Gefühl machte sich in ihr breit und ein Kloß saß schwer in ihrem Hals.

Die Minuten vergingen, draußen hörte sie den Wind und jetzt auch Regen, der gegen das Fenster schlug.
Dann hörte sie, wie jemand die Treppe runter kam, sie hielt kurz den Atem an und hoffe, dass es nicht sein Vater war.
„Kätzchen??“, er sprach leise und unsicher.
So nannte er sie oft.
„Kätzchen??!?“, fragte er noch einmal nachdrücklich. Doch sie blieb still.
Dann schaute er in die Küche, sein Blick verhärtete sich für einen kurzen Moment. Doch dann fiel die Anspannung von seinem Gesicht und er kam immer noch etwas unsicher auf sie zu. Seine Haare waren auf der Seite, auf der er gelegen hatte, platt gedrückt. Er stelle sich vor sie und zog ihre Beine, die sie an sich gezogen hatte von ihr weg, so dass sie von der Arbeitsplatte baumelten.
„Was ist los?“, er schaute sie fragend an.
„Nichts…ich konnte nicht schlafen.“
„Und deswegen sitzt zu hier halbnackt in der kalten Küche?“
Sie zucke mit den Schulten und schaute wieder aus dem Fenster.
Seine Finger krochen ihre Beine rauf.
„Willst du nicht wieder mit hoch kommen?“.
„Ja…gleich…“, sagte sie gedehnt und konzentrierte sich auf die Regentropfen, die das Küchenfernster herab liefen.
Er schwieg einen Moment und sie spürte, dass er sie eindringlich anschaute, doch sie wollte nicht zurück blicken.
„Hab ich irgendwas falsch gemacht?“, fragte er jetzt wesentlicher leiser.
Sie atmete langsam ein und ließ die Luft dann Geräusch voll wieder raus. Nein, er hatte nichts falsch gemacht, aber trotzdem suchte sie immer wieder nach einem Anzeichen dafür, dass er sie wegschicken würde.
Seine Hände ließen sie los und er lehnte sich gegen den Tisch ein paar Schritte hinter ihm.
„Also ja…“, begann er zu reden, das blau seiner Augen verhärtete sich.
„Nein…nein hast du nicht…“, fuhr sie dazwischen.
„Aber?“, er legte den Kopf schief und suchte immer noch nach ihrem Blick.
Als sie wieder nicht antwortet, weil sie ihre eigenen Gedanken so schrecklich albern und sinnlos fand und sie dennoch nicht abstellen konnte, blickte er zu Boden und sagte mit einer erschreckend leisen und dünnen Stimme: „Ich dachte erst du wärst abgehauen…“
„Warum sollte ich das tun?“, fragte sie verwirrt.
„Kein Plan…aber du warst heute ganzen Tag schon so komisch und manchmal…manchmal bilde ich mir dann einfach ein, dass du das hier alles gar nichts willst.“
Fassungslos rutschte sie von der Arbeitsplatte und ging zögerlich einen Schritt auf ihn zu.
„Das denkst du?“
Er nickte schwach und seine Lippen formten sich zu einem gequälten Lächeln: „Ich weiß, dass es schwachsinnig ist…“
„Nein, so schwachsinnig ist das gar nicht…“, sie brach mitten im Satz ab, als er sie erschrocken anschaue. „Ich meine“, fuhr sie fort, „so was denke ich auch oft…ich kann es nicht abstellen, du gibt’s mir ja auch keinen Grund dafür, aber eben lag ich einfach neben dir und konnte nicht schlafen und dann habe ich dich angeschaut und nur: Wieso sollte er dich genauso lieben, wie du ihn liebst…“
Sie brach ab, weil ihr nun, das sie es ausgesprochen hatte Tränen in die Augen stiegen.
„Oh, du bist so dumm, so schrecklich dumm…und ich auch…ich bin noch viel, viel dümmer.“
Er zog sie nah an sich ran, sie drückte ihr Gesicht in die Kuhle an seinem Hals und schlang ihre Arme um ihn. Sanft strich er durch ihren Nacken.
„Sooo dumm….“; murmelte er immer wieder leise.
„Ja…wirklich…ich…ich weiß selbst nicht wo diese Zweifel herkommen…“, stotterte sie immer noch halb erschüttert über ihre Gedanken, aber auch erleichtert darüber, dass es ihm anscheinend genauso ging.
„Los komm, lass uns endlich wieder ins Bett schlüpfen, es ist verdammt kalt hier unten.“
Sie nickte bloß und löste sich von ihm.
Seine blauen Augen sahen erleichtert aus und ein so eindeutiges Lächeln umspielte seine Lippen, dass ihr klar wurde, dass sich dieser grade noch romantische Moment so eben in eine Explosion aus Lust verwandelt hatte.
Er nahm ihre Hand und zog sie aus der Küche, hinter sich her in sein Zimmer.


Noch immer klapperte der Wind an der Jalousie, er drückte die Tür leise zu, um niemanden zu weckten und schaute zu ihr herüber, sie hatte sich auf die Bettkante gesetzt und schaute ihn erwartungsvoll an. Ihre Haare fielen ihr uns Gesicht und sie kaute an ihrer Unterlippe. Der Mond strahlte sie von hinten an, und das silbrige Licht wurde von ihrer hellen Haut reflektiert. Sie sah unglaublich weich und verführerisch aus. Seine Handflächen kribbelten bei dem Gedanken daran, dass sich ihre zarte Haut noch weicher und verführerische anfühlen würde.
Langsam kam er auf sie zu und blieb kurz vor ihr stehen. Sie legte ihre kühlen Hände auf seine Brust, als er sich zu ihr rüber beugte und sie auf die Art und Weise am Hals küsste, wie sie ganz versessen drauf war. Ihre Finger schoben sich langsam unter sein weißes T-Shirt und fuhren über seinen Bauch, seine Taille bis zu seinem Rücken. Sie lehnte sich gehen ihn und ihre Wange schmiegte sich an seinen Bauch. Er küsste ihren Scheitel, löste sich dann aus ihrer Umarmung und setzte sich aufs Bett.
Sie rutsche näher zu ihm und schaute ihn an, wieder tauchte kleine Wolken der Zweifel auf, doch als sie das brennende Begehren in seinen Augen sah, beugte sie sich zu ihm rüber und küsste ihn sanft. Seine warme Hand legte sich in ihren Nacken, seine Zunge tanzte mit ihrer. Irgendwann drückte seine Zunge heftiger gegen ihre, seine Hände krallten sich in ihre Haare und der süße Kuss wurde immer leidenschaftlicher. Sie ließ sich langsam nach hinten sinken, bis ihr Kopf das kühle Kissen berührte, er löste eine Hand aus ihrem Nacken und schob ihr T-Shirt bis zu ihrer Brust hoch, seine Hand streichelte über ihren leicht gewölbten Bauch und ihre runden Hüften, sein Daumen zog immer wieder kleine Kreise auf ihrer warmen Haut.
Während seine warmen Lippen von ihrem Mund bis zu ihrem Hals wanderten, schob sie sein T-Shirt hoch und gab ihm zu verstehen, dass sie dieses lästige Stück Stoff endlich loswerden wollte. Er löste seine Lippen wieder willig von ihrem Hals und ließ sich das Shirt über den Kopf ziehen. Ihr Blick glitt über seinen Oberkörper, er hatte helle Haut und vom Bauchnabel bis zum Bund seiner Boxershorts zog sich ein dünner Streifen Haare. Ihr Finger krabbelte seinen Bauch hinauf bis zu seinem Hals und dann zog sie ihn wieder zu sich.
Sein heißer Atem drang an ihr Ohr und er flüsterte heiser: „Wenn ich was ausziehe, musst du auch was ausziehen Baby.“ Und schob ihr T-Shirt noch ein Stückchen höher. Bevor er es ihr ganz vom Körper streifte, ließ er seine feuchte Zunge über den Ansatz ihrer wohlgeformten Brust gleiten.
Irgendwann drehte er sich auf den Rücken und sie setzte sich rücklings auf ihn. Er nahm ihre Hände und schaute sie lange an, sein Blick wanderte langsam über ihren Körper. Vorsichtig löste sie ihre Hände aus seinen und streifte sich mit einem verschmitzen Grinsen die BH Träger von den Schultern, er schaute ihr gespannt zu und legte seine Hand auf ihren Oberschenkel.
Dann griff sie nach hinten und öffnete mit einer schnellen Handbewegung den Verschluss, ihr BH glitt von ihrem Körper. Er seufzte, legte seine Hand auf ihre entblößte Brust und streichelte zärtlich ihre empfindliche Haut.
„Weißt du, manchmal wenn ich dich so sehe, vergesse ich fast zu atmen.“, flüsterte er.
Sie kicherte und beuge sich über ihn, ihre nackte Haut drückte sich an seine und sie versanken in einem endlosen Kuss.
Eingehüllt von seiner Wärme fragte sie sich, wie sie bloß jemals an ihm zweifeln konnte.
Blog eima Traumwelt Früher Liebe Grüße