Where did you sleep last night?

 

Das Licht der grade erst aufgegangen Sonne kitzelte mich im Gesicht und tanzte vor meinen Augen. Durch meine geschlossenen Lider wird es immer heller und intensiver. Ich drehe mich und drücke mein Gesicht an deinen Rücken. Meine Hand sucht sich ihren Weg unter dein violettes T-Shirt.

„Hmm…“, ein kehliger Laut dringt aus deinem halbgeöffnetem Mund. „Deine Hand ist eiskalt, Baby.“, murmelst du.

„Ich weiß, deswegen hab ich sie ja auch zu dir geschoben…“, kichere ich ohne mich von dir zu lösen.

Du drehst dich langsam zu mir, deine Hand umschließt die meine, die noch immer wie ein kalter Eisbrocken auf deinem Bauch ruht.

„Na los, komm schon her.“, deine schokobraunen Augen sehen noch immer müde aus, aber sie glitzern und strahlen mit der Sonne um die Wette. Ich rutsche noch weiter zu dir, dein Arm leg sich um mich, ich atme deinen Duft ein und genieße die Wärme.

„Du bist gestern einfach eingeschlafen…“, flüstert deine Stimme oberhalb meines Ohrs.

„Ich weiß. Du hättest mich ja wieder wecken können.“, murmele ich an deiner Brust.

Du lachst und dein Oberkörper senkt und hebt sich ruckartig. „Nein, war doch schön, so mitten im Park zu übernachten.“

„Stimmt.“

Ich strecke mich ein wenig und hebe den Kopf hoch zu dir.

Ein kurzer Blick und nur wenige Sekunden später berühren deine Lippen meine.

Nach einem innigen Kuss, der noch immer nach Rotwein und Tabak vom Vorabend schmeckt, schaue ich mich um. Der ganze Park ist leer, auf der taufrischen Wiese liegen nur ein paar Entenfamilien zwischen den Bierflaschen und Chipstüten, die die Besucher der letzten Nacht nicht weggeräumt haben. Die Bäume werfen lange Schatten über den grünen Platz und die Sonne spiegelt sich in den unterschiedlichsten Orangen und Gelbtönen auf der Oberfläche des kleinen Teichs.

„Schön oder.“, flüstere ich leise, weil ich mich wie ein Eindringling in diesem morgendlichen Paradies fühle.

„Ja, auf jeden Fall.“ Du setzt sich ebenfalls auf und ich lege meinen Kopf an deine Schulter.

„Stell dir mal vor, wir hätten einfach weiter geschlafen und wären erst aufgewacht, wenn die ersten Mütter mit ihren Kinderwagen ihren Sonntagssparziergang gemacht hätten.“

„Na und?“, meinst du bloß, dann beugst du dich vor, um mich zu küssen. „Im Moment sind wir jeden Falls noch ganz alleine.“, hauchst du an meinen Lippen und drückst mich vorsichtig zurück auf die Decke.

„Ja…“

Die frische Morgenluft die plötzlich über meinen nackten Bauch streichelt, stört mich nicht im Geringsten.

 

Blog eima Traumwelt Früher Liebe Grüße