Da versinkt man im Chaos und kriegt es nicht mal mit.

Eine Teetasse, die Gilli mir mal geschenkt, noch ein Rest vom Hexentee darin. Tausend unsortierte Zettel, wichtige und unwichtige. Meine Lieblingsstücke zwischen Müll und Schrott. Der halbe Kleiderschrank am Boden, als hätt er all die Sachen, die er nicht mehr sehen kann erbrochen. Leere Dosen, Geschirr und aufgerissene Schubladen. Überreste der Alkoholexesse. Kleine Andenken an Raubzüge zwischen meinen Erinnerungen die ich fein säuberlich an die Schranktüren klebe, damit sie nicht verloren gehen, damit jeder an ihnen Teil haben kann. Meine Maskerade, das Parfüme, die Wimperntusche und Tausend bunte Schleifen. Der Regen prasselt auf das verschmutze Fenster überm ungemachten Bett. Ein Todesurteil für jeden Stauballergiker. Unverschickte Briefe und die Essenz des Lebens in Form von hundert Stiften, mancheschon eingetrocknet. Tausend Buchstaben gebunden an ihre Seiten warten im Regal.

Und dazwischen?

Das kleine Mädchen, versunken im Chaos. Jedes aus dem Schrank gerissene Teil steht für ein Gefühl, für eine Erinnerung, für ein ungesprochnes Wort.  Sie weiß einfach nicht wohin damit, weiß nicht was sie noch braucht und was sie wegwerfen kann. Was sie wegwerfen muss. Kann sich nicht trennen und sehnt sich nach so viel neuem.

 

6.10.08 23:14
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


jule (7.10.08 20:14)
gute art dein chaos zu beschreiben xD

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