Worth

Seit Montag ist mein Bruder mit mir im Praktikum. Und seit Montag finde ich, dass meine Arbeitskollegen manchmal ziemlich doof sind.

Ich bin ja nun seit über 3 Monaten im Praktikum und eigentlich war ich s jetzt ganz gut zufrieden. Lockere Atmosphäre, kein Stress, nette Leute und viel, viel Zeit. Ich mache hier und da ein paar Aufgaben oder bringe mir selber was bei. Die Tage plätscherten halt so vor sich hin und ich habe nicht wirklich in Frage gestellt wie sich der Betrieb mir gegen über verhält.

Jetzt ist mein Bruder da. Und auf einmal sehe ich von außen, was  mir vorher gar nicht aufgefallen ist: Hier sitzt jeder einfach nur in seiner kleinen Welt und zieht sein Ding durch. Als Praktikant bist du auf dich alleine gestellt und als Schülerpraktikant hast du die Arschkarte gezogen.

Klar, ich hab den kleinen hier angeschleppt und auch gesagt, dass ich mich um ihn kümmern würde, aber das mei Chef noch nicht mehr als: "Guten Morgen, ich komme gleich mal und gucke wo du dich hinsetzten kannst!" zu ihm gesagt hat, finde ich sowohl Niklas als auch mir gegenüber ziemlich dreißt!

Und die anderen sind nicht besser. In der Mittagspause plaudern sie non-stop mit einem, aber während der Arbeit sagt eh niemand was. Und irgendwie sagt man sich dann am Ende des Tages, dass ist schon alles okay und muss halt so sein. Es hat mich nicht gestört, dass ich hier einfach nur abgesetzt und kein bisschen in die Strukturen des Betriebs geführt orden bin, ich bin damit klar gekommen, dass ich mich selber beschäftigen musste und dass alle immer so extrem beschäftigt sind. Aber jetzt, wo ich sehe, dass Niklas hier genauso behandelt wird, kotzt es mich total an! Woran liegt das nur?

Vielleicht hat es war mit unserem Selbstwert zu tun. So lange es nur um uns geht, so lange nur wir es sind, die schlecht behandelt werden, ist es uns egal. Weil man sich selber nicht genug wert ist. Sieht man aber dass jemand anders schlecht behandelt wird, eventuell sogar jemand, den wir gerne haben, dann können wir das kaum aushalten. Dann möchten wir uns darüber auskotzen und im schlimmste Fall die Verantwortung dafür übernehmen, dass es dem anderen besser geht. Für unser eigenes Wohlbefinden, legen wir leider eher seltent einen solchen Enthusiasmus an den Tag.

26.1.11 09:55
 


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